mooji

Anthony Paul Moo-Young, bekannt als Mooji, wurde am 29. Januar 1954 in Port Antonia, Jamaica, geboren. 1969 zog er nach Englang und lebt zur Zeit in Brixton, London. Für viele Jahre arbeitete Anthony im 'West End' von London als Straßenportraitkünstler, dann als Buntglasmacher und Kunstlehrer am Brixton College. Er war lange als 'Tony Moo' bekannt, nun wird er von den vielen Suchenden und Freunden liebevoll 'Mooji'* genannt.

Mooji ist ein direkter Schüler von Sri Harilal Poonja, dem bekannten Advaita-Meister, den seine Anhänger Papaji nennen. 1987 war ein zufälliges Treffen mit einem jungen christlichen Mystiker eine lebensverändernde Begegnung für Mooji. Durch das Gebet kam er zu einer direkten Erfahrung des Göttlichen in sich selbst. Innerhalb kurzer Zeit erlebte er einen so tief greifenden Wandel seines Bewusstseins, dass er für viele Bekannte eine neue Person zu sein schien. Während das spirituelle Bewusstsein erwachte, begann eine tiefe, innere Transformation, welche sich in Form vieler wundersamer Erfahrungen und mystischer Einsichten zeigte. Er spürte eine starke Kraft der Veränderung in seinem Leben, die einen tiefen Drang mit sich brachte, sich dem göttlichen Willen völlig hinzugeben. Kurz darauf beendete er seine Lehrtätigkeit, verließ seine Wohnung und begann ein Leben ruhiger Einfachheit und Hingabe an den Willen Gottes, wie er sich spontan in ihm selbst manifestierte. Ein großer Friede zog in sein Wesen ein, der ihn seitdem nicht verlassen hat.

Die folgenden sechs Jahre lebte Mooji in einem Zustand spontaner Meditation, in Vergessenheit gegenüber der äußeren Welt die er zuvor gekannt hatte. Während dieser Jahre lebte er fast ohne Geld, jedoch ständig in innerer Freude, Zufriedenheit und natürlicher Meditation vertieft. Gnade kam von seiner Schwester Julianne, die Mooji mit liebender Güte bei sich zu Hause willkommen hieß. Sie gab ihm den Raum und die Zeit, die er brauchte um seine Spiritualität zum Blühen zu bringen; ohne den gewöhnlichen Druck und den Anforderungen äußerlichen Lebens. Mooji bezeichnet diese Periode seines Lebens als seine „Wildnisjahre“, in der er auf den „Schoß Gottes gesetzt wurde“. In vielerlei Hinsicht war dies keine leichte Zeit für Mooji, und doch vernimmt man keinerlei Bedauern oder Reuegefühle in seiner Stimme, wenn er darüber erzählt. Im Gegenteil, er spricht von reichem Segen, einer Lebensphase reich an Gnade, Vertrauen und liebender Hingabe.

Ende 1993 reiste Mooji nach Indien. Er hatte den Wunsch Dakshineswar in Kalkutta zu besuchen, wo Sri Ramakrishna, der große Bengalische Heilige, lebte und lehrte. Die Worte und das Leben von Ramakrishna waren in den frühen Jahren Moojis spiritueller Entwicklung eine Quelle an Inspiration und Ermutigung. Er liebte den Heiligen innig, aber wie das Schicksal es wollte, kam er nicht nach Kalkutta. Während er in Rishikesh war, einem heiligen Ort am Fuße des Himalayas, fand eine weitere schicksalhafte Begegnung statt; dieses Mal mit drei Verehrern des großen Advaita-Meisters Sri HWL Poonja, bekannt als Papaji. Ihre unaufhörliche Einladung an Mooji, mit ihnen zu reisen und den Meister zu treffen, hinterließ einen tiefen Eindruck auf ihn. Dennoch verschob die Aussicht Sri Poonja zu sehen um zwei Wochen, und besuchte zuvor die heilige Stadt Varanasi.

Schließlich reiste er Ende November 1993 nach Indira Nagar in Lucknow um Sri Poonja zu treffen. Es war eine verheißungsvolle und sehr bedeutende Erfahrung auf seiner spirituellen Reise. Er empfand es als sein großes Glück; er traf einen lebenden Buddha, einen vollkommen erleuchteten Meister. Nach und nach erkannte er, dass Papaji sein Guru war. Mooji blieb einige Monate bei ihm. In einem bestimmten Satsang sagte Papaji zu ihm: „Wenn Du eins mit der Wahrheit werden willst, musst „Du“ vollkommen verschwinden.“ Als er dies hörte entstand großer Ärger in seinem Geist, voller Urteile und Widerstände gegen Papaji. Er entschied den Meister zu verlassen, doch etwas später an diesem Tag verschwand plötzlich eine große dunkle Wolke aus Wut und Rebellion und Moojis Geist war in einem Zustand von so intensivem Frieden, Leere und Liebe zum Meister, dass er nicht abreisen konnte. Durch Papajis Gnade wurde sein Geist in die Leere der Quelle geführt.

1994 reiste er mit dem Segen seines Meisters zum Sri Ramanasramam in Tiruvannamalai. Das ist der Ashram am Fuße des Arunachala, des 'Feuerhügels', wo Sri Ramana Maharshi*, der 'Weise vom Arunachala' und Papajis Guru, lebte und lehrte. Mooji war dort sehr glücklich und fühlte sich in Tiruvannamalai zu Hause. Er blieb fast drei Monate dort, bevor er zurück fuhr um nochmals an Papajis Füßen zu sitzen.

Eine Woche später erhielt er die Nachricht aus London, dass sein ältester Sohn plötzlich an Lungenentzündung gestorben ist. Mooji kehrte nach England zurück. Die Glückseligkeit früherer Jahre wurde zu einer tiefen Leere und inneren Stille durch die Gnade und Gegenwart von Papaji.

Im Jahre 1997 besuchte Mooji Papaji noch einmal. Es war sein letztes Treffen mit seinem geliebten Meister, der mittlerweile krank und schwach geworden war, dessen inneres Licht und Präsenz jedoch unvermindert strahlte. Einen Monat nach seiner Rückkehr nach London erhielt Mooji die Nachricht, dass der Meister verstorben war. Darüber sagt Mooji folgendes: „Dieses Prinzip, dass sich als Meister manifestiert, ist immer HIER JETZT. Der Wahre Meister stirbt nie, es ist die Person, die stirbt. Der wahre Meister, dieser Sat Guru*, ist allein das Wirkliche.

Seit 1999 gibt Mooji Satsangs in Form spontaner Begegnungen, Retreats, Intensivwochenenden und Einzelsitzungen mit den vielen Suchenden nach der direkten Erfahrung der Wahrheit, die ihn aus allen Teilen der Welt besuchen. Wenige der modernen Lehrer der Advaita-Tradition verdeutlichen die „Weisheit des Selbst“ und die Methode der Selbst-Erkundigung mit solcher Klarheit, Liebe und Glaubwürdigkeit.

Aktuell hält Mooji Satsangs in Brixton, London, wo er lebt. Er reist auch nach Irland, Spanien, Italien, Deutschland, Brasilien, Nord Amerika und Indien, um Satsang-Intensivwochenenden und Retreats abzuhalten. Er ist immer offen für ein Treffen mit wahrhaft Suchenden unabhängig von ihrem Hintergrund.


OM SHANTI


Bedeutungen :

* Mooji

Der gesprochene japanische Laut 'mu' kommt von dem chinesischen Wort 'wu' und bedeutet Leere, Nichts. 'Ji', ein hinduistischer Begriff, wird gewöhnlich am Ende eines Namens als ein Zeichen der Hochachtung und Liebe verwendet. Mooji zieht diesen Namen und Laut, welcher bereits Teil seines Familiennamens ist, seinem Vornamen 'Tony' vor.

* Sat Guru

Ein spiritueller Lehrer höchster Stufe - einer der die letztendliche Wahrheit realisiert hat. Auch der innere Guru, das wahre Selbst in einem, das unpersönliche Absolute.
 

* Sri Ramana Maharshi

Weit bekannt als der einzigartige Heilige des 20. Jahrhunderts. Sein Leben war ein perfektes Beispiel von Einfachheit, Reinheit, Gleichheit und Gelassenheit, geboren aus der unveränderlichen Erfahrung des Selbst.